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Einleitung Fahrwerksabstimmung Motorrad
Unter Fahrwerksabstimmung versteht man die werksseitige konstruktive Abstimmung der Fahrwerkskomponenten auf den Einsatzzweck eines Fahrzeuges. Dazu gehören Federn und Dämpfer, Vorspur, Lenkrollradius, Lenkerlänge, Anlenkpunkte, Stabilisatoren und weitere Parameter.
Insbesondere beim Motorrad lassen sich Federelemente jedoch auch fahrerseitig auf die besonderen aktuellen Bedürfnisse justieren, z.B. bei wechselndem Untergrund bzw. die individuelle Belastung durch den Fahrer oder Gepäck. Dabei lässt sich im allgemeinen die Druckstufe, welche die Dämpfung beim Einfedern bzw. der Zugstufe, welche die Dämpfung beim Ausfedern bestimmt variieren. Desweiteren lässt sich die Vorspannung und damit die Härte der Federung einstellen.
Beim Auto kommen immer mehr aktive oder adaptive Fahrwerkelemente zum Einsatz, die es ermöglichen die Fahrwerksabstimmung während der Fahrt abhängig von äußeren Parametern (wie Geschwindigkeit, Zuladung, Querbeschleunigung) einzustellen.
Im Rennsport gehen die Einstellmöglichkeiten noch weiter, können jedoch meistens nicht während der Fahrt verwendet werden.
Federweg
Federweg wird in mm angegeben und bezeichnet die mögliche Strecke des Einfederungsweges die ein Federelement bei einem Fahrzeug besitzt, bevor es vollständig belastet ist und keine weitere Federwirkung mehr besitzt. Bei verstellbaren Federelementen verringert sich der F. mit zunehmender Härteeinstellung der Federung beim Motorrad dann, wenn die Regulierung lediglich über die Federvorspannung justierbar ist und nicht über eine separat justierbare Druckstufe bzw. Zugstufe verfügt.
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Alles eine Frage der Einstellung
Federvorspannung stufenlos, Zug und Druckstufe siebenfach verstellbar, ........
Solche, oder so ähnliche Formulierungen begegnen uns Bikern doch immer wieder. Fast jeder Testbericht und jede Bedienungsanleitung moderner Bikes ist voll davon. Kaum ein aktuelles Motorrad, bei dem die Einstellungsmöglichkeiten am Fahrwerk nicht zahlreich sind. Die Hersteller haben es gut gemeint mit uns: Jeder Motorradfahrer soll sein Moped - im Rahmen des Sinnvollen natürlich, so abstimmen können, wie es ihm gefällt, wie er am besten damit zurecht kommt.
Doch sieht die Praxis nicht ganz anders aus:
An welcher Schraube muss gedreht werden?
Ist es nicht viel mehr so, daß sich die meisten überhaupt nicht ran trauen, an diese geheimnisvollen Schräubchen, die moderne Federbeine und Telegabeln zieren. Ich denke (und da spreche ich aus eigener Erfahrung) das kaum jemand im Detail weiß, was eine Drehung oben oder unten, nach rechts oder links bewirken würde, wenn man sich nicht mal wirklich damit auseinander setzt. Viele Motorradfahrer haben schlicht weg Angst, daß sich das einmal gewohnte Fahrverhalten so dramatisch ändert, daß sie mit ihrem eigenen Bike nicht mehr zurecht kommen. Nicht ganz zu Unrecht, denn durch einen falschen Dreh an der falschen Stelle kann man sich das Motorradleben schon unnötig schwer machen.